Münchens historische Altstadt erkundest du gut zu Fuß: Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, und die Fußgängerzone führt vom Karlsplatz zum Marienplatz. Für einen ersten Rundgang gehst du vom Karlstor über die Frauenkirche und die Residenz bis zum Viktualienmarkt.
Für Besichtigungen von Innenräumen oder einen Turmaufstieg brauchst du zusätzliche Zeit. Plätze sind frei zugänglich; Museen und Marktstände haben eigene Öffnungszeiten. In der Fußgängerzone fahren auch Fahrräder und Lieferverkehr.
Vom Stachus zum Marienplatz
Starte am Karlsplatz, den viele Münchner Stachus nennen. Das Karlstor erinnert an die ehemalige Stadtmauer. Von hier gehst du durch die Fußgängerzone über die Neuhauser und Kaufinger Straße Richtung Marienplatz. Die zentrale Fußgängerzone wurde 1972 eröffnet.
Unterwegs lohnt sich ein Abstecher zur Frauenkirche. Wenn du den Südturm besuchen möchtest, prüfe vorher die Zugänglichkeit: Auf dem Weg zum Aufzug liegen zunächst Treppen. Der Turm eignet sich deshalb nicht für Menschen, die einen vollständig stufenfreien Zugang brauchen.
Am Marienplatz stehen das Neue und das Alte Rathaus, die Mariensäule und der Fischbrunnen. Der Platz ist jederzeit öffentlich zugänglich. Das Glockenspiel am Neuen Rathaus erklingt täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr. Zu diesen Zeiten versammeln sich viele Besucher auf dem Platz. Wenn du es ruhiger magst, geh am Vormittag außerhalb der Glockenspielzeiten oder später am Tag hin.

Weiter zur Residenz und zum Hofbräuhaus
Vom Marienplatz führt der Rundgang nach Norden zum Odeonsplatz und zur Residenz. Über die Residenzstraße und den Max-Joseph-Platz geht es anschließend wieder in Richtung Hofbräuhaus. Unterwegs kommst du vom geschäftigen Mittelpunkt der Altstadt zur ehemaligen Residenz der bayerischen Herrscher.
Für das Residenzmuseum solltest du ausreichend Zeit einplanen. Die Öffnungszeiten hängen von der Jahreszeit ab. Im Winterhalbjahr, vom 26. Oktober bis 27. März, ist das Museum laut Bayerischer Schlösserverwaltung täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet; letzter Einlass ist um 16 Uhr. Am 1. Januar und am Faschingsdienstag ist das Museum geschlossen. Das gilt auch für den 24., 25. und 31. Dezember. Prüfe die aktuellen Zeiten vor deinem Besuch, besonders wenn du außerhalb dieses Zeitraums unterwegs bist.
Wenn du einkehren möchtest, kannst du im Hofbräuhaus eine Pause machen. Wer lieber weitergeht, folgt der Route zum Alten Hof und von dort in Richtung Viktualienmarkt.
Viktualienmarkt und Alter Peter
Der Viktualienmarkt ist ein guter Ort für eine Pause. Laut Marktbetreiber gibt es dort rund 140 Stände und Händler. Das Gelände ist jederzeit zugänglich, die Stände sind sonntags und an Feiertagen jedoch geschlossen. Die meisten Stände öffnen zwischen 7 und 10 Uhr. Wenn du etwas essen oder einkaufen möchtest, plane deinen Besuch deshalb für einen Werktag oder Samstag und nicht zu früh am Morgen.
Zum Abschluss liegt der Alte Peter nahe am Markt. Der Aufstieg auf den Turm führt über mehr als 300 Stufen und ist entsprechend anstrengend. Nimm ihn nur in deine Planung auf, wenn du die Treppen bewältigen kannst und genügend Zeit hast. Die Route bleibt auch ohne Turmbesuch abwechslungsreich.
Strecke und Besuchszeit planen
Die offizielle Tourismusroute verbindet Stachus, Frauenkirche, Marienplatz, Odeonsplatz, Residenz, Hofbräuhaus, Alten Hof, Viktualienmarkt und Alten Peter. Sie gibt jedoch keine verbindliche Gesamtstrecke oder Gehzeit an. Wie lange du unterwegs bist, hängt vor allem davon ab, ob du Museen besuchst, Pausen einlegst oder Aussichtstürme besteigst.
Wenn du dir nur einen Überblick verschaffen möchtest, geh die Strecke ohne längere Besichtigungen und heb dir einzelne Innenräume für einen weiteren Besuch auf. Eine Alternative ist eine zweistündige deutschsprachige Altstadtführung mit offiziellen Stadtführerinnen und Stadtführern. Prüfe Termine und Ablauf vorher. Wetter und Veranstaltungen können dazu führen, dass sich Route oder Inhalt ändern.
Der Marienplatz eignet sich auch als Startpunkt. Dort halten die S-Bahn-Linien S1 bis S8, die U-Bahn-Linien U3 und U6 sowie der Bus 132. Die Wege auf dem Platz selbst sind ebenerdig; zu den S- und U-Bahn-Stationen führen Aufzüge. Ob die gesamte Strecke zugänglich ist, hängt vom jeweiligen Ziel ab, besonders bei Kirchen und Türmen.

Mit Andrang und Verkehr rechnen
In der zentralen Altstadt ist viel los. Rund um den Marienplatz und die Kaufingerstraße ist es besonders lebhaft, ebenso am Viktualienmarkt. Die Stadt München nennt für die Fußgängerzone bis zu 120.000 Passanten täglich, gibt für diese Höchstzahl aber keinen Zeitraum an. Die Zahl ist daher keine aktuelle Tagesprognose, zeigt aber, dass dort großer Andrang herrschen kann.
Je nach Bereich und Uhrzeit dürfen in der Fußgängerzone auch Fahrräder fahren und Lieferfahrzeuge eingeschränkt einfahren. Achte deshalb beim Gehen auf Fahrräder und Fahrzeuge, besonders in den Randbereichen der Fußgängerzone.
Ausflug über die Altstadt hinaus
Wenn du nach dem Rundgang noch Zeit hast, kannst du vom Odeonsplatz über den Hofgarten in Richtung Englischer Garten weitergehen. Damit verlängerst du den Spaziergang in München. Für Ziele außerhalb der Stadt solltest du Anreise und Fußwege gesondert planen.



