U-Bahn, Tram und Bus bringen dich in München und im Umland ans Ziel; dazu kommen S-Bahn und Regionalzug. Die meisten dieser Verkehrsmittel gehören zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV). Für Fahrten mit mehreren Verkehrsmitteln kaufst du ein Ticket für die benötigten Tarifzonen.

Für die Ticketwahl zählen Start, Ziel und Strecke. Die MVV-Auskunft zeigt vor der Abfahrt den Fahrweg, Umstiege, Tarifzonen und Fahrpreis. Baustellen und Störungen ändern gelegentlich Linienwege und Anschlüsse.

Welches Verkehrsmittel passt?

U-Bahn und Tram bringen dich zu vielen Zielen innerhalb Münchens. Busse ergänzen das Stadtnetz und fahren auch in zahlreiche Orte im Umland. Die S-Bahn verbindet die Innenstadt mit Vororten und weiter entfernten Zielen; Regionalzüge eignen sich für längere Fahrten im Verbundgebiet.

Das MVV-Netz reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Es umfasst zahlreiche Landkreise und Gemeinden sowie die Städte Landshut und Rosenheim. Ab 1. Januar 2027 kommen der Landkreis Ostallgäu und Kaufbeuren hinzu. Damit wächst das Tarifgebiet um die Zonen 13 und 14. Für Fahrten in den neu aufgenommenen Orten gelten dann die MVV-Tarife; bisherige Nahverkehrstickets verlieren dort ihre Gültigkeit.

Ankommende Reisende in einer Bahnhofshalle. (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

So funktionieren die Tarifzonen

Die Zone M deckt das Münchner Stadtgebiet und einige angrenzende Bereiche ab. Für Fahrten ins Umland brauchst du ein Ticket, das die Zonen deiner Fahrt einschließt. Der Flughafen München liegt in Zone 5. Für die Fahrt von der Innenstadt zum Flughafen brauchst du deshalb ein Ticket, das bis Zone 5 gilt.

Bei manchen Zielen können unterschiedliche Fahrtwege durch unterschiedliche Zonen führen. Verlass dich deshalb nicht allein auf den Namen des Zielorts: Gib Start und Ziel in die MVV-Auskunft ein und prüfe dort die angezeigten Zonen. Das ist besonders bei Ausflügen ins Umland hilfreich.

Das passende Ticket wählen

Für eine einzelne Fahrt innerhalb der Zone M kostete eine Einzelfahrkarte für Erwachsene laut MVV-Preisliste ab 1. Januar 2026 4,20 Euro. Sie erlaubt Umstiege und Zwischenstopps, aber keine Rund- oder Rückfahrt. Die Kurzstrecke kostete 2,10 Euro. Sie gilt grundsätzlich bis zur vierten Haltestelle nach dem Einstieg, wobei höchstens zwei Haltestellen mit S-Bahn, U-Bahn, ExpressBus oder Regionalzug zurückgelegt werden dürfen.

Wenn du am selben Tag mehrere Fahrten planst, kann eine Tageskarte günstiger sein. Die Single-Tageskarte für Zone M kostete ab 1. Januar 2026 10,10 Euro. Eine Gruppen-Tageskarte für bis zu fünf Personen kostete 19,70 Euro. Ab 1. Januar 2027 steigt der Preis der Single-Tageskarte für Zone M auf 10,80 Euro; der Preis der Kurzstrecke bleibt bei 2,10 Euro. Weitere Preise und Ticketangebote ändern sich ebenfalls. Prüfe daher die gültige MVV-Preisliste, bevor du ein Ticket kaufst.

Einzelfahrkarten und Streifenkarten gelten außerdem nur für eine begrenzte Fahrzeit. Für eine Kurzstrecke ist das eine Stunde. Für längere Fahrten gilt das Ticket je nach Geltungsbereich zwei, drei oder fünf Stunden. Tages- und Zeitkarten erlauben beliebig viele Fahrten innerhalb des gewählten Geltungsbereichs und der jeweiligen Gültigkeitsdauer.

Verbindung suchen und Ticket kaufen

In der MVV-Auskunft kannst du Start, Ziel, Datum und Uhrzeit eingeben. Die Suche zeigt Verbindungen und Preise; außerdem lässt sie sich so einstellen, dass sie barrierefreie Fahrten anzeigt. Zu den Informationen der Auskunft gehören geplante Änderungen durch Baustellen oder Veranstaltungen sowie aktuelle Störungen der S-Bahn.

Tickets erhältst du in den MVV- und MVG-Apps sowie, je nach Ticketart, im Bus oder in der Tram. Mit MVVswipe meldest du den Beginn deiner Fahrt in einer unterstützten App. Die App ermittelt deine Fahrt und berechnet den Fahrpreis. Bei Papiertickets und bestimmten Tickets, die noch nicht entwertet sind, musst du beachten, wann und wo du sie entwerten musst. Prüfe vor Fahrtbeginn, ob dein Ticket bereits gültig ist oder noch entwertet werden muss.

Alltagsgegenstände auf einem Küchentisch. (KI-Symbolbild)
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Nachts mit U-Bahn, Tram und Bus

In den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen fährt die Münchner U-Bahn die ganze Nacht. Die Liniengruppen U2/U3/U5 und U1/U4/U6 verkehren dabei jeweils im 30-Minuten-Takt und zeitlich versetzt. In der Innenstadt ergibt sich so pro Richtung ungefähr alle 15 Minuten eine U-Bahn-Fahrt. NachtTram und NachtBus ergänzen das Angebot.

Von Montag bis Donnerstag fährt die U-Bahn etwa bis ein Uhr nachts. Danach übernehmen NachtTram und NachtBus. Für Fahrten nach Mitternacht lohnt sich die Verbindungssuche besonders, weil Nachtlinien andere Strecken fahren und Anschlüsse abweichen können. In die Umlandorte Germering, Puchheim und Gröbenzell fahren die Nachtbuslinien N80 und N81 ab Pasing.

Barrierefreiheit vorher prüfen

Viele U-Bahn-Bahnsteige sind barrierefrei erreichbar. Niederflurbusse haben eine Absenkfunktion und an der zweiten Tür eine Klapprampe; der Fahrer soll beim Ein- und Ausstieg unterstützen. Allerdings haben nicht alle Bushaltestellen einen erhöhten Bussteig.

Stell in der MVV-Auskunft die Suche auf barrierefreie Verbindungen ein und prüfe, ob die Haltestellen barrierefrei zugänglich sind. Aufzüge können wegen Bauarbeiten zeitweise ausfallen. Wenn du auf einen Aufzug angewiesen bist, kontrolliere deshalb vor der Abfahrt auch die aktuellen Baustellen- und Störungsmeldungen.

Baustellen und Störungen einplanen

Geplante Arbeiten können einzelne Halte ausfallen lassen, Linien verkürzen oder Ersatzbusse nötig machen. Auch Störungen auf der S-Bahn-Stammstrecke, dem zentralen Abschnitt durch die Innenstadt, können Rückstaus auslösen. Nach größeren Störungen dauert es laut S-Bahn München in der Regel ein bis zwei Stunden, bis sich der Betrieb wieder stabilisiert.

Prüfe kurz vor der Abfahrt noch einmal die aktuelle Verbindung. Das ist besonders wichtig, wenn du einen knappen Anschluss erreichen oder zum Flughafen fahren musst.