Urlaub Alpen Bayern

Ferienalpen Bayern

Ferien und Touristik| Bayerisches Landesportal In Bayern, dem beliebtesten Urlaubsland Deutschlands, kommen jedes Jahr über 35 Mio. Menschen an. Über 90 Mio. Nächtigungen pro Jahr verzeichnen die bayrischen Hotel- und Gastgewerbe. In Bayern entfällt ein Viertel des deutschen Fremdenverkehrs auf Bayern.

Mit einem Gesamtumsatz von über 31 Mrd. EUR pro Jahr ist der Fremdenverkehr ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Bayern und schafft Arbeitsplätze für rund 560.000 Menschen in der Tourismusbranche.

In Bayern gibt es wunderschöne Naturlandschaften, die besten Voraussetzungen für sportliche Betätigung und Freizeit, reichhaltige Kunst- und Kulturgüter und natürlich die berühmt-berüchtigte bayrische Gastlichkeit. Von einem Tagesausflug bis zu einem wochenlangen Urlaub, von einem aktiven Urlaub bis zur reinen Erfrischung - Bayern hat ein breites Spektrum an Angeboten für jeden Feriengast. Gebirgswanderer und Kletterer erwartet in den bayrischen Alpen ein unvergleichbares natürliches Panorama.

Mit gut gepflegten Skigebieten und Langlaufloipen ziehen die bayrischen Wintersportorte alle Skifreunde an. Ein wahres Paradies für Seefahrer und Surfer sind die vielen Badeseen in Bayern. Kultureller Höhepunkt in Bayern ist die Romantikstraße, die von Niederfranken ins Allgäu mitführt. Überall in Bayern können Sie sich in gemütlichen Gasthöfen mit den gastronomischen Köstlichkeiten der einzelnen Landesteile aufhalten.

Weiterführende Infos zum bayerischen Fremdenverkehr finden Sie hier.

Schon bald nur noch der gestrige Schneefall?

Ferien in den bayrischen Alpen: Bald nur noch "Schnee von gestern"? In Deutschland ist Bayern unangefochten führend im Fremdenverkehr, denn kein anderes Land hat so viele Übernachtungsmöglichkeiten und Gastbetten pro Jahr. Nicht nur in Europa, sondern auch in der ganzen Welt sind die bayrischen Reiseziele bekannt, wie die vielen ausländischen Gäste in Rothenburg, Nürnberg, München oder in den königlichen Burgen beweisen.

Angesichts der großen Bedeutsamkeit des Fremdenverkehrs ist jedoch leicht zu übersehen, dass sich sowohl das Tourismusangebot als auch die Tourismusnachfrage in Bayern in den vergangenen Jahren grundlegend verändert haben. Das gilt auch für die bayrischen Alpen, die seit langem eine Vorreiterrolle im bayrischen Fremdenverkehr einnehmen. Der Beginn des Fremdenverkehrs in Bayern geht sehr weit zurück, bis in die 1790er Jahre, als einige Wegbereiter die Schönheiten der bayrischen Alpen und des "Muggendorfer Gebirges" (der späten Frankenschweiz ) zum ersten Mal entdeckten und darüber berichteten.

Doch erst 1880, als die Eisenbahnen die Reise erleichterten und ein Teil der urbanen Oberklasse mehr und mehr Sommerferien in den Bergen verbrachte, begann der Fremdenverkehr im wahrsten Sinn des Wortes. Aus diesem Grund erlebte der Fremdenverkehr bis 1914 einen deutlichen Wiederaufschwung. Dies betrifft jedoch nur die bayrischen Alpen, die Frankenschweiz, einige Metropolen (München, Nürnberg, Augsburg, Rothenburg) und Kurorte - in den meisten bayrischen Gebieten sind ausländische Besucher während dieser Zeit ein Exotenphänomen geblieben.

1922 wurde der Fremdenverkehr erstmalig in die bayerische Landesstatistik aufgenommen, und in diesem Jahr wurden 10,7 Mio. Nächtigungen verzeichnet, ein Wert, der wahrscheinlich deutlich unter dem der Zeit vor dem Krieg liegt. In den 1920er und 1930er Jahren haben sich die Jahre der Inflation 1923/24 und die weltweite Wirtschaftskrise ab 1929 zwar nachteilig auf den Fremdenverkehr ausgewirkt, aber sie haben sich dennoch deutlich erhöht, weil die Mitarbeiter nun zum ersten Mal bezahlten Urlaub erhielten und der Schneesport in Mode kam.

Die Jahre 1936/37 mit 22,6 Mio. Nächtigungen bildeten den Gipfel der Nachkriegszeit, in der sich die Besucher weiter auf ihre früheren Reiseziele konzentrierten. 1949 begann der bayrische Fremdenverkehr mit 5,6 Mio. Nächtigungen und stieg dann sehr rasch und sehr stetig - mit einer einzelnen Phase der rezessionsbedingten Stagnation in den mittleren 1960er Jahren - auf 82,1 Mio. Nächtigungen bis 1992.

Angefangen bei den Westberliner Gäste, die ab den 1950er Jahren den Fränkischen Regenwald und das Fichtelgebirge als Ferienregion entdeckten, über die Blütezeit des Winzertourismus in Großfranken, Anfang der 1970er Jahre den Bayerischen Regenwald und andere Mittelgebirgszüge, bis hin zur Erschließung weiterer Tourismusdestinationen, von denen das niederbayrische Kurdreieck heute vielleicht am besten bekannt geworden ist.

Seit 1992 stagniert die Zahl der Nächtigungen in Bayern - wie in ganz Deutschland - und liegt bis heute in der Spanne zwischen 75 und 80 Mio. Nächtigungen: Weil Langstreckenreisen sehr billig werden, kommen viele neue und außerschwedische Ziele auf den Vormarsch und weil sich das Ferienverhalten sehr schnell ändert.

Doch schon jetzt werden andere bayerische Landesteile für den Tourismus weiterentwickelt, vor allem seit 2002, als ein Urlaub in Deutschland plötzlich wieder an Bedeutung gewinnt. In Bayern gibt es kaum ein Gebiet ohne ein touristisches Angebot. Betrachten wir nun die bayrischen Alpen und konzentrieren wir uns auf die vergangenen 25 Jahre, also den Zeitraum 1985 bis 2009, um kurzzeitige Auswirkungen wie verschneite und schneereichere Wintern oder die Fußball-Weltmeisterschaft zu vermeiden.

¿Wie kann sich diese Fremdenverkehrsregion, die seit langem eine Vorreiterrolle im bayrischen Fremdenverkehr einnimmt, in dieser Zeit entwickeln? Grundlage der nachfolgenden Bemerkungen ist die Prüfungsarbeit von Andreas Haller aus dem Jahr 2010 am Geographischen Institut am Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg, in der die bayrischen Alpen über die Definition der Alpenkonvention festgelegt sind.

Die bayrischen Alpen setzen sich somit aus 285 Kommunen zusammen und beinhalten auch grössere Teilbereiche des alpinen Vorgebirges. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieses Jahr aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise mit 75,2 Mio. Logiernächten vergleichsweise schlecht war.

1985 gab es 186186? Gastbetten in den bayrischen 1985 gab es 186186 Gastbetten in den bayrischen Alpen, deren Anzahl bis 2009 auf 170 gesunken war, ein Minus von 8,7 auf 170. In Bayern stieg die Anzahl der Gastbetten im selben Zeitabschnitt von 467 auf 554 , was einem Zuwachs von 18,6 Prozentpunkten entsprach.

Hatten die bayrischen Alpen 1985 noch 40 Prozentpunkte aller bayrischen Gastbetten, wird dieser Prozentsatz bis 2009 auf 30 Prozentpunkte sinken. Ähnlich ist die Entwicklung bei den Übernachtungen: 1985 gab es in den bayrischen Alpen 25,0 Mio. Nächtigungen, gegenüber nur 23,2 Mio. im Jahr 2009, was einem Minus von 7,7 Pro-zent entspricht.

In ganz Bayern stiegen die Übernachtungszahlen im selben Jahr von 64,4 auf 75,2 Mio. (plus 16,8 Prozent). Wurden 1985 noch 41% aller bayrischen Nächtigungen in den bayrischen Alpen gemacht, waren es 2009 nur noch 30%. Dadurch verliert der Alpenraum für den bayrischen Fremdenverkehr erheblich an Bedeutung.

In den bayrischen Alpen gab es 1985 durchschnittlich 17 Gastbetten pro qkm, bis 2009 sank diese Zahl nur leicht auf 15 Betten/km², während die Zahlen für ganz Bayern nur 6,6 bzw. 7,9 Betten/km² waren. In einer Gegend mit wenigen oder gar keinen Übernachtungsmöglichkeiten ist es viel einfacher, höhere Wachstumsraten zu erreichen als in einer Gegend, die bereits heute eine starke Entwicklung im Tourismus aufweist.

Es ist daher ratsam, die Angaben für die bayrischen Alpen mit denen für die Österreichischen Alpen zu verglichen, die auch eine lange Tradition im Tourismus haben. Auch hier waren die Werte für ganz Österreich deutlich besser (Gästebetten minus 2 Prozentpunkte, Nächtigungen plus 5 Prozentpunkte), da in Österreich in diesem Zeitraum auch außerhalb der Alpen neue Fremdenverkehrsgebiete erschlossen wurden.

Die Österreichischen Wertvorstellungen bestehen jedoch aus zwei gegensätzlichen Tendenzen: Im tourismusintensiven West (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten) gab es zwischen 1985 und 2005 einen Rückgang der Gastbetten und einen Anstieg der Nächtigungen um 2 Prozentpunkte, während der tourismusstarke Ostteil (Steiermark, Ober-/Niederösterreich, Burgenland) mit einem Rückgang der Gastbetten um 21 Prozentpunkte und einem Rückgang der Nächtigungen um 19 Prozentpunkte einen echten Einbruch erlebte.

In diesem Zusammenhang sind die rückläufigen Werte in den bayrischen Alpen als mäßig zu werten. Da die Bedingungen für die Krankenversicherungen, einen Kuraufenthalt zu garantieren, sehr begrenzt sind, nimmt die Anzahl der Aufenthalte in einem Kurort sehr deutlich ab. Die zehn bayrischen Alpengemeinden mit der Bewertung "schlecht" verloren zwischen 1985 und 2009 25 Prozentpunkte ihrer Gastbetten und gar 36 Prozentpunkte ihrer Nächtigungen.

In den bayrischen Alpen hätte der Übernachtungsrückgang ohne diese zehn Kurgemeinden nur -1% betragen. In den im Einzugsgebiet von München (Ostallgäu, Weilheim, Bad Tölz, Miesbach, Rosenheim) gelegenen Landkreisen der bayrischen Alpen nimmt die Einwohnerzahl seit 1985 sehr kräftig zu, da sich das Einwohnerwachstum der Großstadt München durch die hohen Grundstückspreise immer weiter nach aussen verschoben hat und mittlerweile schon lange die Alpen durchzogen hat.

Obwohl es nicht möglich ist, die dadurch verlorenen Gastbetten und Logiernächte in statistischer Hinsicht zu erheben, ist deutlich zu sehen, wie der Fremdenverkehr zurückgeworfen wird, da er als Saisonaktivität keine besonders große Bruttowertschöpfung aufweist. Daher werden diese Räume entweder vom Verkehr verdrängt oder mehrere Wohneinheiten in Ferienappartements umgewandelt, wodurch auch die Anzahl der Gastbetten sinkt.

Betrachtet man diese drei Aspekte, so kann man sagen, dass der Fremdenverkehr in den bayrischen Alpen im Verhältnis zu den Jahren 1985 bis 2009 keineswegs in einer schlechten Position ist. Sie hat sich trotz des deutlichen Rückgangs der Übernachtungszahlen und des stark rückläufigen Tourismusanteils in ganz Bayern als traditionsreiche Fremdenverkehrsregion mit einer hohen Fremdenverkehrsintensität durchgesetzt.

Oftmals besteht die Forderung, den Fremdenverkehr in den bayrischen Alpen flächendeckend grundlegend zu sanieren, neue Großhotels zu errichten, Skiresorts zu erweitern, einige spektakuläre Grossprojekte zu verwirklichen und zu diesem Zwecke Sport- und andere Grossveranstaltungen - auch die Olympiade 2018 - zu organisieren, um diesen Wechsel zielgerichtet zu fördern.

Allerdings ist diese Vorgehensweise schwierig, da der Fremdenverkehr in den bayrischen Alpen trotz einiger Verluste und Restrukturierungen bereits sehr intensiv ist, weil die Beschaffenheit der Nordkalkalksteine sehr große Skiresorts verunmöglicht und weil die konkurrierenden Standorte im angrenzenden Tirol mittlerweile eine Größenordnung erreichen, die bayrische Städte nicht mehr ausgleichen können.

Aber auch die Anerkennung des Fremdenverkehrs durch die lokale Bevoelkerung wurde gefaehrdet.

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