Hotel Chiemsee Kinder

Chiemsee Hotel Kinder

Die meisten Kinder sind müde in den Hotelzimmern in ihren Betten. Der Streichelzoo und die Erlebnisecke mit Spielplatz lassen Kinderherzen höher schlagen. Zu den Hinterbliebenen gehörten auch Kinder und Heranwachsende, die zum Teil stark verunsichert waren und wenig gesellschaftliche Eigenverantwortung und eine solide moralische Einstellung hatten - sie hatten weder eine Schulausbildung noch eine Lehre abgeschlossen.

Das Hotel Am Wald in Gmain wurde im Frühling 1946 zu einem Refugium für vom Nazionalsozialismus gefolgte Kinder und Jugendlichen. Zu den ersten Einwohnern gehörte eine kleine Schar ungarischer Kinder. Nach weiteren Neuankömmlingen kamen im Jahr 1946 177 Knaben und Mädels mit 17 Erwachsenenpflegern in das Kinderzentrum "Juda Makabi".

Etwa 200 Knaben und Mädels wohnten im Frühling 1947 mit ihren Begleitern im Hotel Am Wald und bereitete sich auf ihre zukünftige Entwicklung in Erez Israel vor.

Viele Kinder haben im Jahr 1947 den Ort verlassen, um als Fahrgäste auf dem "Exodus" nach Palästina zu reisen - zunächst vergebens! Seit der Staatsgründung Israels konnten alle Kinder in den neuen Bundesstaat einziehen - die letzten offenbar im Hochsommer 1948 aus Bayern Gmain, einige Knaben und MÃ??dchen wanderten auch in die USA oder Kanada aus.

Nach dem Ende des Kinderschutzzentrums "Jehuda Makabi" hat die Internationale Flüchtlingsorganisation im Hotel Am Forst eine Rehabilitationsklinik für Tuberkulosekranke eingerichtet.

Der erste von 580 Menschen (500 Kinder und 80 Betreuer) kam am zweiten Tag 1946 an den Chiemsee. Dazu wurden in und um die Priengemeinde herum Hotelbetriebe beschlagnahmt: das Strand-Hotel und das SEE-Hotel für die Aufnahme von jüdischen Knaben und Frauen, die Kampagnensiedlungen und der Chiemsee für nicht-jüdische Kinder und Jugendliche. Hierfür wurden die Häfen für nicht-jüdische Kinder und Jugendlichen eingezogen.

Die Quote der Judenkinder lag bei etwa 50 Prozentpunkten, darunter eine Gruppierung von 50 rein religösen Kinder und Jugendliche.

Es wurde eine Bet-Jakob-Schule für die Mädels und eine Talenthora-Schule für die Jungs gegründet. Es wurde im Frühjahr 1948 geschlossen. Zahlreiche Kinder wanderten nach Nordamerika aus: Im Hochsommer 1948 besaßen etwa zwei Dritteln der jugendlichen Einwohner kanadische Visen. So wird im Verlauf des Jahrs 2019 die Veröffentlichung "Heimatlos - Displaced Children's Camps in Bayern Gmain und Prien" veröffentlicht.

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