Die Bayerischen Alpen

Bayerische Alpen

Von hier aus beginnt unsere Skidurchquerung in den bayerischen Alpen. Die bayerischen Alpen umfassen alle Berge der Alpen auf bayerischem Gebiet. Nordbayerische Alpen als Luftkurort. Reichgrüne Almwiesen, urige Hütten, schneebedeckte Gipfel und tiefblaue Bergseen - die bayerischen Alpen erstrecken sich entlang der Grenze zu Österreich. Erkunden Sie Bayern mit all seinen Facetten aus der Vogelperspektive:

Die bayerischen Eisschmelze: Bayrische Alpen bald ohne Ewigkeit | Klimaschutz| Wissensbestimmung | Topics

In den bayerischen Alpen gibt es noch fünf Gletscher: den Nord- und Südschneeferner auf der Zügespitze, den Höllentalferer im Wetterstein-Gebirge, den Watzmann-Gletscher und den Blaueis-Gletscher in den berchtesgadischen Alpen. Die bayerischen Eisberge, die von Natur aus kleine Eisberge sind, sind mittlerweile zu Überresten geworden. Schon bei den letzen Messdatenauswertungen 2014 und 2015 lag die Fläche aller fünf Glaciers bei fast fünfzig ha - ein halber Quadratkilometer. Für alle fünf Glaciers gilt: Die Fläche beträgt nur noch einen Kilometer.

Mit dem nördlichen Schneeferner und dem Höllentalferer sind die beiden grössten Eisschollen mit einer Gesamtfläche von je rund zwanzig Kilometern. Nur noch 3,5 ha des Südschneeferner- und Blaueis-Eises, das sind je fünf Fußballfelder. Nur 2,6 ha groß ist der WattManngletscher. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhundert waren die bayerischen Eiszeiten viel größer: Allein der Nordschneeferner auf der Zurgspitze hatte damals eine Gesamtfläche von über hundert ha - das Doppelte von allen fünf Gletschern heute.

Bis zur Jahrhundertmitte misst der Glacier noch rund vierzig ha - beinahe das Doppelte von 2015. 1950 umfasste selbst der Southern Snow Remover mehr als zwanzig ha - heute nicht einmal ein sechstes von ihnen. Die Sicht auf die Schrumpfungsgebiete der Eisschollen in den bayerischen Alpen ist im wahrsten Sinne des Wortes vordergründig, denn das Gletschereis wird immer dünner: Das Gletschervolumen nimmt seit Jahrzenten rasant ab.

Im Jahr 2015 hatten die nördlichen Schneeferner nur ein viertel der Eismasse von 1950, während die südlichen nur sechs Prozentpunkte der ehemaligen Eismasse hatten. Bis 2015 waren nur noch 15 Prozentpunkte des Eismaterials von 1950 vom blauen und knapp 40 Prozentpunkte vom Höllentalferer übriggeblieben. Allerdings wird dieser Glacier von den Gletschern als tatsächlich nicht mehr vorhanden angesehen, so dass noch wenig Gletschereis vorhanden ist.

Drei Viertel der bayerischen Eiszeitmassen sind in den letzten 200 Jahren verschollen, und die Gletscherschmelze wächst immer noch: In den Alpen geht der Klimawechsel noch schneller voran als in anderen. Für die Eiszeit kaum eine Möglichkeit. Das konnte nur der Höllentalferer überstehen, da er in nordöstlicher Ausrichtung und besser vor Sonnenlicht bewahrt ist als die anderen.

"â??Der Höllentalgletscher hat tatsÃ?chlich die beste Aussicht, denn er ist von sehr groÃ?en Felsflanken umzingelt, die schattenspendend sind und ihn in Lawinenform mit viel mehr Schneefall versetzen. Es wird wahrscheinlich der einzigste Glacier in Bayern sein, der noch in der zweiten Jahrhunderthälfte besteht. "Der Nordschneeferner auf der Zügespitze in den 1920er Jahren....

Der Gletscherforscher Hans-Peter Schmid vom KIT-Campus Alpin beschreibt den Höllentaler als den einzig wirklichen Eisgletscher in Bayern, da sein Gletschereis noch immer mit Nährstoffen versorgt wird. Für ihn sind die anderen vier in Bayern nur Todeis: "Ihr Gletschereis ist nicht mehr beweglich und ernährt sich von selbst und schmelzt laut dem Gletscherforscher ab.

Zum Beispiel der Zugspitz-Gletscher, der aus dem Nord- und Südschneeferner besteht. Mittlerweile sind die beiden Eisflächen auf der Zurgspitze zusammen weniger als dreißig ha groß, und bis 2030 oder 2040 könnte der verbleibende Teil auf der zur Verfügung stehenden Fläche auf der zur Verfügung stehenden Fläche eingeschmolzen sein.

In den Alpen gibt es rund 5.000 Eisschollen. Obwohl es zunächst zu einem Wassermangel kommt, während die Eisschollen zunehmend schmelzen, fehlt es in der Region an Trinkwasser. Aber wenn die Eisberge geschmolzen sind, setzt die Zeit des Wassermangels ein. Aber auch im schmelzenden Gletscherwasser bestehen sichtbare Risiken: Das Schmelzen der Eisschollen setzt Umweltgift frei, das seit Jahrzehnten im Gletschereis gefangen ist und dessen Verwendung seit langem untersagt ist.

Das ist das Fazit von Forschern der ETH Zürich in einer 2009 in den Alpen durchgeführten Studie: Sie rekonstruierten die Sedimentablagerungen der letzten sechzig Jahre aus Sedimentkernen vom gefrorenen Oberen Saarsee im Berner Oberland. Doch nicht nur die weissen Eisschollen sind verschwunden, auch die Dauerfrostböden in den Alpen sind an manchen Stellen aufgetaut.

Zu diesen Zeiten ist unser grösster Hausberg, die Zugspitze: Die Alpen im Umbruch - Die Lawinenwarnungen. 02.09.2018, 18.45 Uhr, ARD-alpha. Der Alpenraum - Eiswelten und Klimaveränderungen. Münchener Science Days 2016 - Schrumpfung des Gletschers in den bayerischen Alpen.

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